Missionsreise “von Inlanddorf zu Inlanddorf”

Im September besuchte eine gemischte Gruppe von Schweizern und Brasilianern, begleitet von zwei Eseln, die Wasser und andere Sachen trugen, zu Fuss einige Inlanddörfer im Nationalpark “Serra das Confuções” (= Berg der Verwirrung) im Bezirk von Guaribas, im Süden des Piauís.


Lucineide Everton Leu schrieb dazu Folgendes:

“ Es war ein Eintauchen wie in einen dunklen See. Eine Spannung, wie wohl diese lange Wanderung von einem Inlanddorf zum anderen sein würde. Was wird geschehen, wie werden die Personen dieser Orte reagieren, wie werden sie uns empfangen. Aber Gott hat alles vorbereitet.
Bei der Ankunft in diesen Dörfern, öffneten uns die Leute ihre Türen, boten uns Kaffee, Limonade oder Wasser an, obwohl sie letzteres auch nicht im Überfluss hatten, weil sie es an einer Quellen holen mussten, die über 2 Stunden Fussmarsch entfernt lag. Ein Volk, das ebenfalls das lebendige Wasser braucht, welches Gott ist, welcher den geislichen Durst löscht.
Ja, wir wurden von Gott gebraucht, seine Gute Nachricht zusammen mit Grundnahrungsmitteln dieser Bevölkerung zu bringen.
Ich liebte diese evangelistische Wanderung, es war ein grossen Abenteuer und eine gute Erfahrung für mich. Gott hat zu mir gesprochen. Manchmal fühlte ich mich voller Angst wie Jona, dann gab mir Gott die Kühnheit und den Mut des Apostel Paulus, die er in seinen Missionsreisen hatte. Für den Apostel Paulus war die Verkündigung der Guten Nachricht nicht eine Option, sondern ein Muss.

Wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht predige! 1 Korinther 9:16
Es war herrlich, die Gute Nachricht den Kindern und den Frauen zu bringen. Das Strahlen in den Gesichtern zu sehen, als sie die biblische Geschichte hörten, als sie sangen und Bastelarbeiten machten. Die Augen leuchteten und sagten uns: “Wer sind diese Leute, die solch spezielle Dinge mit uns machen und uns erzählen, dass Jesus der Sohn Gottes ist und uns die Sünden vergeben will.
Gott war und ist in jedem von uns gegenwärtig, beschützte uns, gab uns Gesundheit, Kraft zu wandern und sein Werk zu tun. Gott hat eine motivierte Gruppe zusammengestellt, bereit einander zu helfen und zu dienen, damit in diesen Dörfern das Evangelium verkündet werden konnte. Er gab uns einen Leiter, der die Gruppe zu führen wusste.
Danke, dass ich mit dabei sein konnte. Mein Dank geht auch an die Gruppe für die erlebte Gemeinschaft. Ich danke, dass ich diesen Bericht über mein Erleben und meine Erfahrungen schreiben durfte.